Rechenschwäche


 

Besondere Probleme und Schwierigkeiten können sich beim Erlernen der Zahlen und des Rechnens entwickeln,

d.h. ganz besonders beim Erlernen des „Basiswissens“ der Mathematik.

Diese Schwierigkeiten der Schüler werden als eine „Teilleistungsschwäche“ oder „Teilleistungsstörung“ im Fach

Mathematik festgestellt. Oft folgt dann die Diagnose „Dyskalkulie“ oder „Rechenschwäche“.

Aus der Sicht der Mathematik-Didaktik zeigt sich gerade bei diesen Schülern viel Unverständnis im Umgang mit Zahlen

und ihren Operationen. Sie versuchen, die Zahlen und ihre Beziehungen zählend zu erarbeiten. Dabei zeigen sich „typische Stolpersteine“ (Gerster), die ihnen das Erlernen erschweren.

Ein einseitiges Zahlverständnis, falsche Vorstellungen von Zahlen und Operationen, sowie nicht zielführende Lösungsmuster

und Strategien gehören zu den Symptomen einer Rechenschwäche.

Diese Vorstellungen stehen oft im Widerspruch bzw. in Wechselwirkung zu den Inhalten der Schule und auch zu den

Reaktionen von Eltern, Großeltern, Freunden …, die mit „Tricks“ und s.g. „Eselsbrücken“ helfen wollen.

Die Mathematik-Didaktik bietet viele didaktisch-methodische Ansätze an, um dieses „falsche“ Zahlverständnis zu

verändern. Durch handlungs- und prozessorientiertes Arbeiten, durch das Erkennen von Muster und Strukturen der Zahlen

und ihrer Operationen, werden mathematische Vorstellungen, Gedanken und Strategien der Schüler neu aufgebaut, sodass

sie einen individuellen, verständnisvollen Zugang zur „Entwicklung einer mathematischen Grundbildung“ (KMK 2005a) finden.


 Sage es mir,

und ich werde es vergessen.

 

Zeige es mir,

und ich werde es vielleicht behalten.

 

Lass es mich tun,

und ich werde es können.

                                                                                                                                                                                                                               (Konfuzius)